Das bewusste Universum

ChopraUniversumWenn sich ein herausragender Physiker (Menas Kafatos) und ein indisch-ayurvedischer Arzt, Philosoph, Bestsellerautor und weltbekannter Meditationslehrer (Deepak Chopra) zu einem gemeinsamen Projekt zusammentun, kommt etwas heraus, was nicht in existierende Schubladen passt. „Aham Brahmasmi“ – „ich bin das Universum“ ist eine alte vedische Weisheit mit dem Universum als einer lebendigen Energie mit Bewusstsein, einer Idee, die Physiker und Kosmologen heute nicht mehr für ganz abwegig halten.

Kafatos und Chopra stellen die bekanntesten naturwissenschaftlichen Theorien vor: den Urknall, mit dem das gegenwärtige Universum begonnen hat und die Einstein’sche Relativitätstheorie E = mc². Sie besagt, dass Energie letztlich das gleiche ist wie Materie und dass sich Dinge mal wie Materie und mal wie Energie verhalten. Die aus Einsteins vielfach bewiesener Theorie abgeleitete Quantenmechanik bestätigt, dass sich große Dinge nach dem Newtonschen Gesetz verhalten während sich kleinste subatomare Teilchen wie Quanten in Abhängigkeit zum sog. Beobachtereffekt mal als Teilchen (Materie) und mal als Energie (Welle) verhalten. Das ermöglichte modernste technische Entwicklungen, dennoch ist für Wissenschaftler kaum nachvollziehbar, dass wir mehr sind als Materie.

Wie entsteht das Denken? Wir wissen aus der Gehirnforschung, wo es stattfindet, welche Emotionen sich wo wiederfinden, aber niemandem ist es gelungen, dem Denken zuzusehen. Weshalb nehmen wir Musik von Mozart mit besonderer Intensität wahr, wenn in unserem Gehirn lediglich Schallwellen im auditiven Cortex sichtbar gemacht werden können? Und wieso kann diese Musik kulturübergreifend eine so starke Wirkung erzielen, auch auf Menschen, denen sie von ihrer Herkunft her eigentlich sehr fremd sein müsste?

Hinter der Frage, wie das Denken entsteht, steht als entscheidende Frage: wie entsteht Bewusstsein? Tatsächlich im Gehirn wie die Gehirnforscher behaupten, aber bisher nicht beweisen konnten? Die Gehirnforschung hat das Gehirn bis ins Kleinste vermessen und analysiert und zwar festgestellt, dass die Verarbeitung über kleinste elektronische Impulse im Mikrovoltbereich erfolgt, die im Gehirn zur Ausschüttung von Botenstoffen führen, die ihrerseits auf diese Weise Informationen weitergeben. Welcher Art die Information, der Gedanke, aber ist, bleibt trotz intensivster Forschungen ein Geheimnis.

Deepak Chopra und Menas Kafatos nähern sich der Frage wie das Bewusstsein entsteht und welche Folgen das hat. Ist das Gehirn vielleicht nur die Benutzeroberfläche eines Bewusstseins, das sich seiner bedient wie wir die Tastatur unseres PCs bedienen? Wenn wir aber ein Bewusstsein besitzen, dann liegt die Schlussfolgerung nahe, dass auch das Universum ein Bewusstsein besitzt. Kafatos und Chopra beleuchten die dazu bestehenden Theorien und kommen zu einer spannenden Schlussfolgerung und Konsequenz.

Wer sich immer schon vorgenommen hat, sich mit der Entstehung des Universums zu beschäftigen und ansatzweise Relativitätstheorie und Quantenmechanik zu verstehen, hat hier gute Chancen. Ich gebe allerdings zu, das dies für mich ein größeres Projekt war und ist: an diesem Buch werden die meisten Menschen lange zu lesen haben, aber es lohnt sich, denn es verändert die Sicht auf die Welt!