Lebendig sein heißt lebenslang Lernen

DoidgeNeustartDas menschliche Gehirn besitzt lebenslang die Fähigkeit seine Struktur durch Aktivität zu verändern. Lange glaubte man in der Wissenschaft, dass sich das Gehirn nach Ausreifen etwa Mitte 20 nur noch in eine Richtung entwickelt: abwärts. Doch auch heute ist noch weitgehend unbekannt, dass das Gehirn wie jeder andere Muskel trainiert werden kann.

Norman Doidges Geschichten über die Reparaturmechanismen des Gehirns sind faszinierend anschaulich und wurden prämiiert als das beste Sachbuch aller Zeiten über das Gehirn.
Es sind spannende Berichte über Menschen mit gravierenden Einschränkungen: Schlaganfallpatienten, die lernten ihre gelähmten Körperteile wieder zu gebrauchen, indem ihre „guten“ Hände mit Fäustlingen stillgelegt wurden. Menschen mit unterentwickelten Gehirnarealen, die lernten ihre Defizite über andere Gehirnteile zu kompensieren. Eine Frau, die von Geburt an nur über eine voll entwickelte Gehirnhälfte verfügt, lernte damit alle Funktionen eines vollwertigen Gehirns zu nutzen. Lebendig sein heißt lebenslang Lernen weiterlesen

Wie das Glück im Gehirn entsteht

GluecksgefuehleGlücksgefühle gibt es nicht, damit es uns gut geht und wir uns wohlfühlen, sie haben vielmehr einen evolutionären Hintergrund. Glücksgefühle waren und sind für die Weiter- und Höherentwicklung unseres Gehirns Voraussetzung. Sie entstehen in der Erwartung einer Belohnung, in der Steinzeit war das sicher die Aussicht auf etwas Nahrhaftes zu essen oder eine sichere Höhle. Im Gehirn löst diese Vorfreude die Ausschüttung des Neurotransmitters Dopamin aus, der eine ganze Kaskade weiterer glücklich machender Stoffe anstößt: Serotonin, endogene Opioide, Oxytocin und mehr. Unser Steinzeitgehirn ist darauf programmiert diese Glücksgefühle immer wieder anzustreben und erleben zu wollen für mehr und bessere Nahrung, bessere Lebensbedingungen und mehr Lebensqualität. Es motiviert zu neuen Anstrengungen und ist die Basis für Lernen und Veränderung. Wie das Glück im Gehirn entsteht weiterlesen

Meditation: für einen gelassenen Umgang mit dem Ego

SingerSelbstMentales Training von Achtsamkeit und Meditation wird heute vielfach praktiziert. Es handelt sich dabei weniger um einen Akt der Selbstbezogenheit oder Selbstoptimierung, vielmehr werden gerade die mit dem eigenen Ego verbundenen emotionalen Zustände gelassener betrachtet. Es erfolgt dabei eine Weitung des Fokus von sich selbst auf Andere.

Meditation ist ein sehr aktiver Prozess, mit dem es gelingt, erwünschte neue mentale Zustände zu lernen und einzuüben. Zu Beginn der Meditationspraxis, wenn diese neuen Gedanken und Gefühle noch wenig vertraut sind, bleiben sie auf das Training begrenzt. Wie bei jeder Art des Lernens verändert sich dieses mit der Praxis vom deklarativen und bewussten hin zum impliziten und unbewussten Lernen. Es ist wie beim Autofahren: Zu Beginn denken Sie noch über jede einzelne Bewegung nach, mit der Zeit fahren Sie ohne darüber nachzudenken. Die Veränderung der inneren Haltung wie sie in der Meditation geübt wird, geht mit der Zeit ebenfalls in unser automatisches Verhalten und unseren Lebensalltag über. Meditation: für einen gelassenen Umgang mit dem Ego weiterlesen

Gesundheit- ein lebenslanges Projekt

SporkGesundheitDer Lebensstil unserer Eltern und Großeltern prägt uns noch vor unserer Geburt in Form epigenetischer Einflüsse, die auf unsere Gene wirken. Bereits vor der Geburt entsteht durch die Impulse des Mutterhirns unser Stressverarbeitungssystem, das bestimmt wie schnell und heftig wir später auf Stressoren reagieren. Das Bindungsverhalten und die Fürsorge der wichtigsten Bezugsperson ist entscheidend für die beruhigenden Anteile in unserem Leben, für unsere Fähigkeit Stressreaktionen wieder zurückzufahren. Teils bereits vor der Geburt, spätestens aber mit dem Ende des 2.Lebensjahres steht fest, ob wir zu den Glückskindern in der Lotterie des Lebens gehören. Wenn bis dahin die positiven Erfahrungen überwiegen, ist die Basis für ein Leben mit hoher Lebensqualität gegeben. Gesundheit- ein lebenslanges Projekt weiterlesen

Heilung ist möglich

SelbstheilungscodeEin Heilungsansatz, der sich nur auf die Behandlung der körperlichen Symptome beschränkt, greift deutlich zu kurz, dies gilt für die Schulmedizin genauso wie für alternative Heilverfahren. Die enorme Komplexität, die den Menschen ausmacht, bedarf der Berücksichtigung unserer Motivation, unserer Emotionen, unseres Verhaltens, unserer Umwelt und aller anderen Faktoren, die unser Leben ausmachen. „Der Selbstheilungscode“ klingt nach einem der vielen austauschbaren Ratgeber, beschreibt aber exzellent die Bausteine, mittels derer wir unsere Gesundheit beeinflussen und erhalten bzw. Beschwerden lindern können: Heilung ist möglich weiterlesen

Das Gehirn kann alles- auch das Nichts

BirbaumerDass unser ganzes Leben eben nicht genetisch vorbestimmt ist, verdanken wir der enormen Formbarkeit unseres Gehirns, der Neuroplastizität. Mit einer genetischen Grundausstattung geboren, kommen wir zwar funktionsfähig auf die Welt, aber unser rationales Denken ebenso wie die soziale Kompetenz und die Entwicklung unseres Verhalten und unserer Fähigkeiten, all das entwickelt sich erst sehr viel später angepasst an die Anforderungen unserer Umwelt.
Das Verhalten, das von unserer sozialen Umwelt belohnt wird, ist das, woran sich das Gehirn orientiert. Erfahren wir Wertschätzung für soziales Handeln, bestärkt uns das in diesem Verhalten. Erfahren wir hingegen Wertschätzung für kriminelles Verhalten, wird das auch unser künftiges Handeln leiten. Das Gehirn kann alles- auch das Nichts weiterlesen

Wie Gedanken und Gefühle auf unsere Gene wirken

churchBis heute glauben viele Menschen, dass ihre Gesundheit durch ihre Gene bestimmt ist, ein genetisches Schicksal daher unausweichlich ist. Auch die Zahl der Gene selbst wurde bis zum Abschluss des Human-Genomprojekts vor 10 Jahren auf Grund der Komplexität des menschlichen Körpers weit überschätzt: tatsächlich sind es nur knapp 24000 Gene statt über 100000, übrigens weniger als bei einem Reiskorn. Wenn aber in den Genen nicht alle Informationen vorhanden sind, um einen Menschen zu schaffen und zu steuern, wer führt dann die Regie? Welche Einflüsse sorgen dafür, dass Gene aktiviert werden oder stillgelegt bleiben?  Da diese Fragen über Gesundheit und Krankheit entscheiden, wird hier besonders intensiv geforscht und die Erkenntnisse sind folgenschwer:
Unsere Gene werden von unserer inneren und äusseren Umwelt beeinflusst: Wie Gedanken und Gefühle auf unsere Gene wirken weiterlesen

Bausteine für ein gesundes Leben

SupergeneMenschen sind durch ihre Gene einzigartig, aber selbst bei eineiigen Zwillingen entwickelt sich die Genexpression (welche Gene wie zum Einsatz kommen) sehr unterschiedlich. Was den Einen krank macht, zeigt beim Anderen keine Auswirkung. Die neue Wissenschaft der Epigenetik kann beweisen, dass die Gene nur einer von mehreren in Wechselwirkung stehenden Faktoren sind, die Krankheiten auslösen. Eine direkte Vererbung von Krankheiten gibt es nur in etwa 5% der Krankheiten, in den meisten Fällen handelt es sich um eine Prädisposition. Ob die Krankheit tatsächlich auftritt, hängt von beeinflussbaren Faktoren ab.

In ihrem neuen bemerkenswerten Buch beschreiben Dr. Deepak Chopra, Internist und Spezialist für ayurvedische Medizin, und Dr. Rudolph Tanzi, Professor für Neurologie und Alzheimer-Spezialist, welchen Einfluss Umwelt, Verhalten, Ernährung und Lebensstil in der Entstehung von Krankheiten haben. Sie beschreiben detailliert wie sich durch eine Veränderung des Lebensstils nicht nur Vorbeugen lässt, sondern sich Schritt für Schritt Supergene entwickeln lassen. Bausteine für ein gesundes Leben weiterlesen

Selbstheilung mit Wissenschaft und alten Heilmethoden

VilloldoWissen aus uralten Heilsystemen verbindet der Anthropologe Alberto Villoldo mit neuem Wissen über unsere Zellkraftwerke (Mitochondrien), dem Mikrobiom (Gesamtheit aller Mikrobensysteme im Körper) bzw. dem Darmhirn und aus der Epigenetik. Leicht und verständlich lesbar erklärt er, weshalb die Entgiftung vor allem für unser Verdauungssystem so wichtig ist und wie das mit Superfoods und Nahrungs-ergänzungsmitteln unterstützt werden kann.

Die Prinzipien seiner One spirit Medizin entwickelte Alberto Villoldo zur Selbstheilung von einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Ihm gelangen damit die Neuproduktion von Nervenstammzellen seines Viren-verseuchten Gehirns und die Entgiftung seiner Leber in einem 1-jährigen Prozess. Selbstheilung mit Wissenschaft und alten Heilmethoden weiterlesen

Die Intelligenz unserer Zellen

liptonDas Leben einer Zelle wird durch ihre energetische und physische Umgebung bestimmt. Mit seinen Forschungen legte der Zellbiologe Bruce Lipton bereits 1985 den Grundstein für die Erkenntnisse, die sich seitdem in den Neurowissenschaften, vor allem in der Epigenetik, entwickelt haben. Lange glaubte man an das sog. genetische Schicksal, wonach individuelle Anlagen, die Persönlichkeit und Krankheiten vererbt werden. Danach gäbe es also nur die Chance, Krankheiten mit medizinischen Mitteln aufzuhalten oder zu heilen, die Krankheit selbst wäre unausweichlich, der Mensch ein Opfer der Vererbung. Die Intelligenz unserer Zellen weiterlesen