Wie unser Bewusstsein die Realität gestaltet

Weil wir und die Welt um uns herum aus fester Materie bestehen, schließen wir daraus, dass auch deren Bauteile aus Materie sind. Welche Rolle dabei unser Bewusstsein spielt, zeigen die Experimente der Quantenphysik. Sie beschreibt, dass bei Entstehung von Wirklichkeit der Beobachtereffekt entscheidend ist. Die Naturwissenschaften zerlegen und analysieren Alles in immer kleinere Einzelteile. Real ist nur, was sich über „die Wissenschaft“ erklären lässt, über Zählen, Messen, Wiegen von Materie.

Auch das Gehirn wird auf diese Weise untersucht, auf der Suche nach dem Bewusstsein, das unser Leben steuert. Es scheint nahezu alles bekannt, was mit den materiellen Teilchen und deren Interaktion zu tun hat. Aus diesen materiellen Einzelteilchen wird dann ein Bild des Ganzen erstellt. So kommt man zu den Ergebnissen der Gehirnforschung, die das Bewusstsein im Gehirn angesiedelt sieht. Wie unser Bewusstsein die Realität gestaltet weiterlesen

Ist Karma ein unausweichliches Schicksal?

Meist wird der Begriff Karma tatsächlich als das Schicksal betrachtet, dem man nicht entgehen kann, weil es vorherbestimmt ist. „Gute“ Menschen, die ein Schicksalsschlag nach dem anderen ereilt, während andere, „böse“ Menschen, ungestraft ihr Leben genießen dürfen. Es heißt dann, dass die “Guten” in diesem Leben Karma aus früheren Leben abarbeiten müssen.

Der international bekannte Vordenker und Redner Sadhguru räumt mit den gängigen Mythen über Karma auf. Es komme vor allem auf die Absicht an, mit der eine Handlung begangen wird und in welcher Emotion sie stattfindet. Entscheidend ist der Grad der Identifikation mit der Absicht oder einem Verlangen. Je höher das Verlangen, umso mehr Karma wird angehäuft. Bereits Buddha wies darauf hin, wie wichtig es ist, aus innerer Erfüllung zu handeln anstatt aus dem Streben nach einem bestimmten Zustand. Es gibt dabei keine Bewertung von gut oder böse, Karma ist also kein altes Social-Credit-Konzept. Sowohl gute wie böse Handlungen und Gedanken können zur Anhäufung von Karma führen, wenn sie nicht aus innerer Überzeugung, sondern mit der Absicht, etwas Bestimmtes unbedingt erreichen zu wollen, durchgeführt werden. Auch der Wunsch, Karma zu vermeiden, führt zu einer Anhäufung von Karma. Ist Karma ein unausweichliches Schicksal? weiterlesen

Meditation: Der Weg ist das Ziel

In den Augenblick eintauchen und alles Denken ruhen zu lassen, das ist das Ziel jeder Meditation. Eigentlich ganz einfach, wären da nicht die vielen plötzlich auftauchenden Gedanken. Während man sich in einem Moment noch auf die Atmung konzentriert, wandern im nächsten Moment die Gedanken zu all den zu erledigenden Dingen. Man wird dessen gewahr und lenkt den Fokus wieder auf den Atem bis sich bald wieder der unruhige Geist bemerkbar macht. Das ist der natürliche Zyklus in der Meditation und genau deshalb bedarf es einer kontinuierlichen, möglichst täglichen Meditationspraxis, die uns im besten Fall für kurze Zeit zum Einssein mit dem Universum bringt, manchmal aber auch nur bis zur nächsten Einkaufsliste. Meditation: Der Weg ist das Ziel weiterlesen

Das Ego- Kern emotionaler Leiden

Ist das Ich, mit dem wir uns identifizieren, real oder entsteht es vielmehr als Vorstellung über uns und die Welt in unserem Gehirn? Dieser Frage geht der Neuropsychologe Dr. Chris Niebauer hier nach.
Das westliche Denken unterscheidet sich sehr vom Östlichen. “Ich denke, also bin ich” steht für das westliche Denken mit der Definition des Egos als charakteristischem Merkmal des einzelnen Menschen. Im Zen-Buddhismus hingegen heißt es “kein Gedanke, kein Problem”.

Während wir im Westen daran arbeiten, unser Selbstwertgefühl zu stärken, geht es in der östlichen Philosophie darum, nicht an Gedanken und Gefühlen “anzuhaften”, also sie nicht festzuhalten, sondern als etwas Vorübergehendes zu begreifen und sie achtsam kommen und gehen zu lassen. Das Ego- Kern emotionaler Leiden weiterlesen

Nachhaltige Gesundheit durch aufmerksame Selbstfürsorge

Krankheiten entstehen in der Regel nicht plötzlich, sondern durch einen von Gewohnheiten bestimmten Lebensstil, der sich zu weit von den genetischen Bedingungen entfernt hat. Das heilende Selbst sendet frühzeitig Symptome in Form körperlicher oder psychischer Störungen, um darauf aufmerksam zu machen. Vielen Menschen hingegen erscheinen Gesundheit und gesundes Altern als Lotterie des Lebens, nämlich als genetische Voraussetzung, wobei tatsächlich weniger als 5% aller Krankheiten durch genetische Mutationen bedingt sind. Es geht daher vor allem darum, selbst die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und diese nicht an Spezialisten zur „Reparatur“ zu übergeben. Wirkliche Heilung ist weder durch Chemotherapie noch durch Bypass-Operationen möglich, weil sie nicht das eigentliche, zugrunde liegende Problem lösen. Nachhaltige Gesundheit durch aufmerksame Selbstfürsorge weiterlesen

Wie Energie bis auf Zellebene wirkt

Das menschliche Gehirn ist stark darin, auf Basis von Erfahrungen die Zukunft vorwegzunehmen und zu erahnen. Dabei fokussiert sich das limbische System auf Negatives. Um in der Evolutionsgeschichte überhaupt die Moderne zu erreichen, war diese Fokussierung überlebensnotwendig. Ein glückliches Gehirn voller Vertrauen hätte wohl kaum bis heute überlebt.

Ein Grundprinzip des Gehirns sind die Stärkung und der Ausbau bestehender und häufig genutzter neuronaler Verbindungen. Daraus entsteht die individuelle Realität. Impulse der Umwelt und der Innenwelt werden auf Basis der im Gehirn vorhandenen biologischen Voraussetzungen gefiltert und bewertet. Diese wiederum stammen zu einem Teil vom Muttergehirn bzw. werden in den ersten Lebensjahren über die Bezugspersonen entwickelt. Das Ergebnis ist ein eher negativ oder eher positiv orientiertes Gehirn.

Die meisten Gehirne befinden sich auf Grund einer Negativ-Fokussierung im Modus der Beta-Gehirnwellen, die mit Stress und Angst verbunden sind. Entspannung ist mit den Alphawellen verbunden, die zudem die Brücke zwischen Bewusstem und Unbewusstem bilden. Meditation hat als Ziel nicht nur die entspannte Aufmerksamkeit durch die Alphawellen, sondern kann im Bereich der langsamen Thetawellen auch Heilung fördern, wenn die Gehirnwellen in hoher Kohärenz erfolgen. Sie können dann gesundheitsfördernde Gene anschalten, die ihrerseits die Produktion der dafür notwendigen Proteine veranlassen. Meditation nimmt Einfluss auf die Steuerung der Aufmerksamkeit, auf die emotionale Regulierung und das achtsame Selbstgewahrsein.

Da sich alle Zellen des Körpers in bestimmten Rhythmen erneuern, ist Heilung tatsächlich möglich und Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen. Dawson Church zitiert in den Quellenhinweisen zahlreiche davon. Er gehört in den USA und weltweit neben Deepak Chopra und Joe Dispenza zu den erfolgreichsten Forschern und Meditationslehrern, die sich auf neurowissenschaftlicher Basis mit den Voraussetzungen für Heilung beschäftigen und alle zu der Erkenntnis kommen, dass sich unsere Materie über unser Bewusstsein und die Ausrichtung unserer Gedanken beeinflussen lassen. Dawson Church verbindet die erfolgreichen Aspekte von Meditation mit dem Klopfen auf zentrale Akupunkturpunkte, die auf EFT (Emotional Freedom Tapping) basieren. Durch diese zusätzliche Verbindung von Körper und Geist erhöht sich die Wirkung der Meditation.

Fazit: Diesem Buch ist das Herzblut anzumerken, mit dem es aus jahrzehntelanger Erfahrung geschrieben wurde. Die online erhältlichen Meditationen bestehen aus 7 kurzen Einzelmeditationen. Was die Wirkung angeht, war ich überrascht festzustellen, dass über das Klopfen die Wirkung sehr viel schneller und nachhaltiger eintritt als bei anderen rein geistigen Meditationen. Das Hintergrundwissen von Dawson Church ist bemerkenswert und eine Bereicherung auch für diejenigen, die bereits Erfahrung mit Chopra oder Dispenza haben.

Zirbeldrüse und Gehirnentwicklung

WarnkeÖffnungÜber unsere Sinne nehmen wir zahlreiche Wahrnehmungen teils bewusst, teils unbewusst auf. Da wir sinnliche Wahrnehmungen entweder bewusst steuern oder diese über automatisierte Netzwerke in unserem Gehirn gesteuert werden, basieren die damit verbundenen Wahrnehmungen weitgehend auf gespeicherten Erfahrungen. Wirklich neue Erfahrungen sind damit kaum möglich, überwiegend wird automatisiertes und gelerntes Verhalten wiederholt. Zirbeldrüse und Gehirnentwicklung weiterlesen

Facetten der Spiritualität

sheldrakeSpirituelle Praktiken sind aus allen Religionen bekannt. Während die Religionen vor allem im Westen an Akzeptanz verlieren, gewinnen die Materialisten immer mehr an Einfluss. Sie glauben an ein Universum, das nach den Gesetzen der Mathematik und der Wissenschaft funktioniert. Es bestehe aus Materie ohne Bewusstsein, entsprechend ergäbe sich daraus eine zufällige Evolution ohne Sinn und Ziel.  Bewusstsein existiere allein im Gehirn des Menschen, so die Materialisten. Facetten der Spiritualität weiterlesen

Das bewusste Universum

ChopraUniversumWenn sich ein herausragender Physiker (Menas Kafatos) und ein indisch-ayurvedischer Arzt, Philosoph, Bestsellerautor und weltbekannter Meditationslehrer (Deepak Chopra) zu einem gemeinsamen Projekt zusammentun, kommt etwas heraus, was nicht in existierende Schubladen passt. „Aham Brahmasmi“ – \”ich bin das Universum\” ist eine alte vedische Weisheit mit dem Universum als einer lebendigen Energie mit Bewusstsein, einer Idee, die Physiker und Kosmologen heute nicht mehr für ganz abwegig halten. Das bewusste Universum weiterlesen

Unvereinbarkeit von Wissenschaft und Spiritualität?

GeistindermaterieWissenschaft ist Trumpf. Wer sich mit den Grundfragen der Welt beschäftigt, dem Woher und Wohin, der Frage nach dem persönlichen Lebenssinn und der Suche nach dem Glück, begegnet sehr grundsätzlichen Weltbildern: dem der Religionen, der Schulwissenschaften und der Esoterik.

Während die Religionen in den westlichen Welten selten als Leitbild für ein gelingendes Leben herangezogen werden, sind es vor allem die Naturwissenschaften, die viele Menschen für sich als vollständiges Erklärungsmodell akzeptieren.

Die Schulwissenschaften akzeptieren nur, was messbar, evidenzbasiert und in seine Einzelteile zerlegbar ist. Außerkörperliche Erfahrungen, Geistheilung, Nahtoderlebnisse und Spiritualität werden in den Bereich der Esoterik verbannt und als Grenzwissenschaften abgewertet. Aber auch die Relativitätstheorie und Quantenmechanik, längst vielfach über physikalische Experimente nachgewiesen, sind noch nicht wirklich in den Köpfen angekommen.
Und der Mensch? Der wird als eine Art Computer betrachtet, dessen Gehirnfunktionen bis ins Kleinste analysiert werden wollen – vorher ist der Schulwissenschaftler (Schuwi) nicht zufrieden. Das Bewusstsein existiert konsequenterweise in seiner Vorstellung auch nur im Gehirn, was sich aber bisher trotz großer Anstrengungen der Gehirnforscher nicht nachweisen ließ.

Für den Esoteriker hingegen steht fest, dass es ein Bewusstsein außerhalb des Gehirns gibt, beweisen muss er das nicht, denn für ihn ist die materielle Welt nur eine Folge der universellen Energien. Darin findet er für alles eine Erklärung und zieht gerne nach Bedarf Modelle aus der Schulwissenschaft hinzu und erklärt nicht erklärbare Phänomene mit der Quantenmechanik.

Dass der Schulwissenschaftler sich mit der Naturheilkunde nicht anfreunden will, ist nachvollziehbar. Dass in der Homöopathie die Wirkung dann am Stärksten ist, wenn im Wasser die Ursubstanz nicht mehr nachweisbar ist? Eine Wirkung, die auf der Übertragung von Information basiert? Für Schuwi ist das bestenfalls ein Placebo-Effekt, was er gerne als Schimpfwort verwendet.

Telepathie z.B. ist für Schuwi schlicht Unsinn, weil sich diese nicht unter Laborbedingungen nachvollziehen lässt. Dass es zweierlei ist, das Leid eines hundert Kilometer weit entfernten, nahestehenden Menschen zu spüren oder im Labor aus einem Kartenstapel die gewünschte zu ziehen, lässt Schuwi nicht gelten. Alles, was nicht messbar und vielfach überprüft und wiederholt werden kann, ist nur Lüge oder Hokuspokus. Dafür gibt es sicher eine plausible Erklärung.

Prof. Dr. Eckhard Kruse gehört zu der Spezies der klassischen Schulwissenschaftler, der Informatik studierte und auf dem Gebiet der Robotik promovierte. Er konnte sich seine Neugier bewahren und forscht am Liebsten an den Grenzen der Schulwissenschaften. Dazu ist er für einen Naturwissenschaftler ungewöhnlich unterhaltsam in seinen Vorträgen. Das findet sich in seinem Buch in der liebevollen Betrachtung und den Karikaturen von „Schuwi“ (Schulwissenschaftler) und „Eso“ wieder. Er betrachtet die Chancen und Grenzen beider Weltbilder, die, miteinander verbunden, ein Gewinn für die Menschheit sein könnten.

Fazit: Ein höchst lesenswertes Buch, weil es beide Weltbilder einer kritischen Prüfung unterzieht und sich in der Bewertung an dem orientiert, was für den Menschen hilfreich und weiterführend ist.