Wie die Psyche das Immunsystem beeinflusst

Stress führt zur Reaktion des Immunsystems, indem es eine Entzündung im Körper verursacht. Dabei spielt es keine Rolle, ob der auslösende Faktor psychischer Stress oder Angst ist, eine Verletzung oder ein Virus. Die ausgelöste Entzündungsreaktion ist mit der Ausschüttung von Zytokinen ein höchst effizientes System des Körpers mit Störungen jeder Art umzugehen und das verlorene Gleichgewicht wiederherzustellen. Das Immunsystem macht in der Entzündungsreaktion vom Grundprinzip keinen Unterschied zwischen einem Ehestreit und einem Virus: ein Cocktail von Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol wird ausgeschüttet.  Wie die Psyche das Immunsystem beeinflusst weiterlesen

Ein gutes Gedächtnis – nur ein genetischer Glücksfall?

Tatsächlich ist ein gutes Gedächtnis zwar zu einem Teil auch genetisch bedingt, auf ein ganzes Leben bezogen aber eher eine Frage eines Lebensstils, zu dem neben geistigen Herausforderungen auch eine gesunde Ernährung und Bewegung gehören.
Grundsätzlich sind menschliche Gehirne lebenslang lern- und entwicklungsfähig, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, z.B. dass das zu Lernende eine Herausforderung darstellt. Kreuzworträtsel gehören also nicht dazu. Das zu Lernende muss zudem sinnvoll , mit einer Intention oder einem Ziel verbunden sein und im Idealfall auch noch Spaß machen. Ein gutes Gedächtnis – nur ein genetischer Glücksfall? weiterlesen

Nachhaltige Gesundheit durch aufmerksame Selbstfürsorge

Krankheiten entstehen in der Regel nicht plötzlich, sondern durch einen von Gewohnheiten bestimmten Lebensstil, der sich zu weit von den genetischen Bedingungen entfernt hat. Das heilende Selbst sendet frühzeitig Symptome in Form körperlicher oder psychischer Störungen, um darauf aufmerksam zu machen. Vielen Menschen hingegen erscheinen Gesundheit und gesundes Altern als Lotterie des Lebens, nämlich als genetische Voraussetzung, wobei tatsächlich weniger als 5% aller Krankheiten durch genetische Mutationen bedingt sind. Es geht daher vor allem darum, selbst die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und diese nicht an Spezialisten zur „Reparatur“ zu übergeben. Wirkliche Heilung ist weder durch Chemotherapie noch durch Bypass-Operationen möglich, weil sie nicht das eigentliche, zugrunde liegende Problem lösen. Nachhaltige Gesundheit durch aufmerksame Selbstfürsorge weiterlesen

Wie Energie bis auf Zellebene wirkt

Das menschliche Gehirn ist stark darin, auf Basis von Erfahrungen die Zukunft vorwegzunehmen und zu erahnen. Dabei fokussiert sich das limbische System auf Negatives. Um in der Evolutionsgeschichte überhaupt die Moderne zu erreichen, war diese Fokussierung überlebensnotwendig. Ein glückliches Gehirn voller Vertrauen hätte wohl kaum bis heute überlebt.

Ein Grundprinzip des Gehirns sind die Stärkung und der Ausbau bestehender und häufig genutzter neuronaler Verbindungen. Daraus entsteht die individuelle Realität. Impulse der Umwelt und der Innenwelt werden auf Basis der im Gehirn vorhandenen biologischen Voraussetzungen gefiltert und bewertet. Diese wiederum stammen zu einem Teil vom Muttergehirn bzw. werden in den ersten Lebensjahren über die Bezugspersonen entwickelt. Das Ergebnis ist ein eher negativ oder eher positiv orientiertes Gehirn.

Die meisten Gehirne befinden sich auf Grund einer Negativ-Fokussierung im Modus der Beta-Gehirnwellen, die mit Stress und Angst verbunden sind. Entspannung ist mit den Alphawellen verbunden, die zudem die Brücke zwischen Bewusstem und Unbewusstem bilden. Meditation hat als Ziel nicht nur die entspannte Aufmerksamkeit durch die Alphawellen, sondern kann im Bereich der langsamen Thetawellen auch Heilung fördern, wenn die Gehirnwellen in hoher Kohärenz erfolgen. Sie können dann gesundheitsfördernde Gene anschalten, die ihrerseits die Produktion der dafür notwendigen Proteine veranlassen. Meditation nimmt Einfluss auf die Steuerung der Aufmerksamkeit, auf die emotionale Regulierung und das achtsame Selbstgewahrsein.

Da sich alle Zellen des Körpers in bestimmten Rhythmen erneuern, ist Heilung tatsächlich möglich und Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen. Dawson Church zitiert in den Quellenhinweisen zahlreiche davon. Er gehört in den USA und weltweit neben Deepak Chopra und Joe Dispenza zu den erfolgreichsten Forschern und Meditationslehrern, die sich auf neurowissenschaftlicher Basis mit den Voraussetzungen für Heilung beschäftigen und alle zu der Erkenntnis kommen, dass sich unsere Materie über unser Bewusstsein und die Ausrichtung unserer Gedanken beeinflussen lassen. Dawson Church verbindet die erfolgreichen Aspekte von Meditation mit dem Klopfen auf zentrale Akupunkturpunkte, die auf EFT (Emotional Freedom Tapping) basieren. Durch diese zusätzliche Verbindung von Körper und Geist erhöht sich die Wirkung der Meditation.

Fazit: Diesem Buch ist das Herzblut anzumerken, mit dem es aus jahrzehntelanger Erfahrung geschrieben wurde. Die online erhältlichen Meditationen bestehen aus 7 kurzen Einzelmeditationen. Was die Wirkung angeht, war ich überrascht festzustellen, dass über das Klopfen die Wirkung sehr viel schneller und nachhaltiger eintritt als bei anderen rein geistigen Meditationen. Das Hintergrundwissen von Dawson Church ist bemerkenswert und eine Bereicherung auch für diejenigen, die bereits Erfahrung mit Chopra oder Dispenza haben.

Facetten der Spiritualität

sheldrakeSpirituelle Praktiken sind aus allen Religionen bekannt. Während die Religionen vor allem im Westen an Akzeptanz verlieren, gewinnen die Materialisten immer mehr an Einfluss. Sie glauben an ein Universum, das nach den Gesetzen der Mathematik und der Wissenschaft funktioniert. Es bestehe aus Materie ohne Bewusstsein, entsprechend ergäbe sich daraus eine zufällige Evolution ohne Sinn und Ziel.  Bewusstsein existiere allein im Gehirn des Menschen, so die Materialisten. Facetten der Spiritualität weiterlesen

Das bewusste Universum

ChopraUniversumWenn sich ein herausragender Physiker (Menas Kafatos) und ein indisch-ayurvedischer Arzt, Philosoph, Bestsellerautor und weltbekannter Meditationslehrer (Deepak Chopra) zu einem gemeinsamen Projekt zusammentun, kommt etwas heraus, was nicht in existierende Schubladen passt. „Aham Brahmasmi“ – \”ich bin das Universum\” ist eine alte vedische Weisheit mit dem Universum als einer lebendigen Energie mit Bewusstsein, einer Idee, die Physiker und Kosmologen heute nicht mehr für ganz abwegig halten. Das bewusste Universum weiterlesen

Träume und Visionen in die Realität umsetzen

HuethertraeumeWenn ein Amateurteam mit wenigen Monaten Vorbereitungszeit als Sieger aus dem härtesten Radrennen der Welt als Sieger hervorgeht, dann ist das bereits bemerkenswert. Noch bemerkenswerter wird es, wenn Prof. Gerald Hüther als einer der renommiertesten Gehirnforscher dieses Team gecoacht hat.

Und so geht es in diesem Buch zunächst zwar auf vielen Seiten um den Aufbau und das Training dieses Radrennteams und die mentalen und körperlichen Vorbereitungen auf das Rennen. Dazwischen kommentieren zwei Teammitglieder und Prof. Hüther die Entwicklung vom Traum eines Einzelnen bis hin zur ansteckenden Begeisterung einer ganzen Gruppe und das Zusammenwachsen unterschiedlichster Menschen zu einem Dreamteam. Träume und Visionen in die Realität umsetzen weiterlesen

Dicker Bauch, dünnes Gehirn

WunderweltMit der Entwicklung des aufrechten Ganges und der Verbreitung des Menschen über die gesamte Erde entwickelte sich auch die Größe des menschlichen Gehirns. Unsere Gene sind immer noch die  von vor zig Tausend Jahren. Unsere aktuelle Nahrung und die Umweltbedingungen wirken auf die Gene, darauf, ob und wie diese sich ausdrücken. Jeder Mensch ist dabei einzigartig durch seine individuelle Ausprägung dieser uralten Gene. Die Ernährung beispielsweise veränderte über viele Generationen die Hautfarbe als Anpassungsprozess an die unterschiedlichen Umwelt- und Klimabedingungen. In die nördlichen Länder ausgewanderte Menschen haben im Laufe ihrer Wanderbewegung über viele Generationen eine helle Haut bekommen, weil sie sehr viel weniger intensiv dem Sonnenlicht ausgesetzt sind und mit ihrer ursprünglich dunklen Haut zu wenig Vitamin D produzieren würden. Dicker Bauch, dünnes Gehirn weiterlesen

Unvereinbarkeit von Wissenschaft und Spiritualität?

GeistindermaterieWissenschaft ist Trumpf. Wer sich mit den Grundfragen der Welt beschäftigt, dem Woher und Wohin, der Frage nach dem persönlichen Lebenssinn und der Suche nach dem Glück, begegnet sehr grundsätzlichen Weltbildern: dem der Religionen, der Schulwissenschaften und der Esoterik.

Während die Religionen in den westlichen Welten selten als Leitbild für ein gelingendes Leben herangezogen werden, sind es vor allem die Naturwissenschaften, die viele Menschen für sich als vollständiges Erklärungsmodell akzeptieren.

Die Schulwissenschaften akzeptieren nur, was messbar, evidenzbasiert und in seine Einzelteile zerlegbar ist. Außerkörperliche Erfahrungen, Geistheilung, Nahtoderlebnisse und Spiritualität werden in den Bereich der Esoterik verbannt und als Grenzwissenschaften abgewertet. Aber auch die Relativitätstheorie und Quantenmechanik, längst vielfach über physikalische Experimente nachgewiesen, sind noch nicht wirklich in den Köpfen angekommen.
Und der Mensch? Der wird als eine Art Computer betrachtet, dessen Gehirnfunktionen bis ins Kleinste analysiert werden wollen – vorher ist der Schulwissenschaftler (Schuwi) nicht zufrieden. Das Bewusstsein existiert konsequenterweise in seiner Vorstellung auch nur im Gehirn, was sich aber bisher trotz großer Anstrengungen der Gehirnforscher nicht nachweisen ließ.

Für den Esoteriker hingegen steht fest, dass es ein Bewusstsein außerhalb des Gehirns gibt, beweisen muss er das nicht, denn für ihn ist die materielle Welt nur eine Folge der universellen Energien. Darin findet er für alles eine Erklärung und zieht gerne nach Bedarf Modelle aus der Schulwissenschaft hinzu und erklärt nicht erklärbare Phänomene mit der Quantenmechanik.

Dass der Schulwissenschaftler sich mit der Naturheilkunde nicht anfreunden will, ist nachvollziehbar. Dass in der Homöopathie die Wirkung dann am Stärksten ist, wenn im Wasser die Ursubstanz nicht mehr nachweisbar ist? Eine Wirkung, die auf der Übertragung von Information basiert? Für Schuwi ist das bestenfalls ein Placebo-Effekt, was er gerne als Schimpfwort verwendet.

Telepathie z.B. ist für Schuwi schlicht Unsinn, weil sich diese nicht unter Laborbedingungen nachvollziehen lässt. Dass es zweierlei ist, das Leid eines hundert Kilometer weit entfernten, nahestehenden Menschen zu spüren oder im Labor aus einem Kartenstapel die gewünschte zu ziehen, lässt Schuwi nicht gelten. Alles, was nicht messbar und vielfach überprüft und wiederholt werden kann, ist nur Lüge oder Hokuspokus. Dafür gibt es sicher eine plausible Erklärung.

Prof. Dr. Eckhard Kruse gehört zu der Spezies der klassischen Schulwissenschaftler, der Informatik studierte und auf dem Gebiet der Robotik promovierte. Er konnte sich seine Neugier bewahren und forscht am Liebsten an den Grenzen der Schulwissenschaften. Dazu ist er für einen Naturwissenschaftler ungewöhnlich unterhaltsam in seinen Vorträgen. Das findet sich in seinem Buch in der liebevollen Betrachtung und den Karikaturen von „Schuwi“ (Schulwissenschaftler) und „Eso“ wieder. Er betrachtet die Chancen und Grenzen beider Weltbilder, die, miteinander verbunden, ein Gewinn für die Menschheit sein könnten.

Fazit: Ein höchst lesenswertes Buch, weil es beide Weltbilder einer kritischen Prüfung unterzieht und sich in der Bewertung an dem orientiert, was für den Menschen hilfreich und weiterführend ist.

Gehirnbesitzer oder Gehirnbenutzer?

HuetherBedienungsanleitungDie Entwicklung des menschlichen Gehirns erfolgt nur zum Teil auf der genetischen Basis, den entscheidenden Anteil aber haben Lebensstil und Erfahrungen in einem Gehirn, das sich selbst auf Grund dieser Erfahrungen strukturiert. Es verändert sich in durch seine Nutzung, man spricht von der sog. Neuroplastizität. Gehirnbesitzer oder Gehirnbenutzer? weiterlesen