Ein gutes Gedächtnis – nur ein genetischer Glücksfall?

Tatsächlich ist ein gutes Gedächtnis zwar zu einem Teil auch genetisch bedingt, auf ein ganzes Leben bezogen aber eher eine Frage eines Lebensstils, zu dem neben geistigen Herausforderungen auch eine gesunde Ernährung und Bewegung gehören.
Grundsätzlich sind menschliche Gehirne lebenslang lern- und entwicklungsfähig, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, z.B. dass das zu Lernende eine Herausforderung darstellt. Kreuzworträtsel gehören also nicht dazu. Das zu Lernende muss zudem sinnvoll , mit einer Intention oder einem Ziel verbunden sein und im Idealfall auch noch Spaß machen. Ein gutes Gedächtnis – nur ein genetischer Glücksfall? weiterlesen

Nachhaltige Gesundheit durch aufmerksame Selbstfürsorge

Krankheiten entstehen in der Regel nicht plötzlich, sondern durch einen von Gewohnheiten bestimmten Lebensstil, der sich zu weit von den genetischen Bedingungen entfernt hat. Das heilende Selbst sendet frühzeitig Symptome in Form körperlicher oder psychischer Störungen, um darauf aufmerksam zu machen. Vielen Menschen hingegen erscheinen Gesundheit und gesundes Altern als Lotterie des Lebens, nämlich als genetische Voraussetzung, wobei tatsächlich weniger als 5% aller Krankheiten durch genetische Mutationen bedingt sind. Es geht daher vor allem darum, selbst die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und diese nicht an Spezialisten zur „Reparatur“ zu übergeben. Wirkliche Heilung ist weder durch Chemotherapie noch durch Bypass-Operationen möglich, weil sie nicht das eigentliche, zugrunde liegende Problem lösen. Nachhaltige Gesundheit durch aufmerksame Selbstfürsorge weiterlesen

Zirbeldrüse und Gehirnentwicklung

WarnkeÖffnungÜber unsere Sinne nehmen wir zahlreiche Wahrnehmungen teils bewusst, teils unbewusst auf. Da wir sinnliche Wahrnehmungen entweder bewusst steuern oder diese über automatisierte Netzwerke in unserem Gehirn gesteuert werden, basieren die damit verbundenen Wahrnehmungen weitgehend auf gespeicherten Erfahrungen. Wirklich neue Erfahrungen sind damit kaum möglich, überwiegend wird automatisiertes und gelerntes Verhalten wiederholt. Zirbeldrüse und Gehirnentwicklung weiterlesen

Gehirngesundheit statt Depression und Demenz

KharrazianNeurologische Probleme, Funktionsstörungen des Gehirns bis hin zu Demenzerkrankungen haben ihre Ursache Jahrzehnte vor der Diagnosestellung in einem Lebensstil, der nicht den Anforderungen unseres Gehirns entspricht. Dabei stellt die moderne Ernährung den Risikofaktor Nr. 1 dar.

Datis Kharrazian beschreibt glutenfreie Ernährung als wichtigsten Baustein für lebenslange Gehirngesundheit bzw. als Therapie zur Heilung von neurologischen Störungen und zahlreichen chronischen Krankheiten. Nach seiner ärztlichen Erfahrung sind von Gluten nicht nur die wenigen Menschen betroffen, bei denen sich eine Allergie nachweisen lässt. Durch eine Proteinveränderung im Weizen seien vielmehr die meisten Menschen mehr oder weniger glutensensitiv, was vor allem im Gehirn zu Entzündungsprozessen führt, die bei unveränderter Ernährung nicht mehr zu stoppen sind. Gehirngesundheit statt Depression und Demenz weiterlesen

Gehirngesundheit durch Bewegung

MacedoniaDass Bewegung nicht nur für den Körper gut ist, sagt uns schon der Spruch der Römer über den gesunden Geist in einem gesunden Körper. Welche entscheidende Rolle sportliche Aktivitäten für ein gesundes Gehirn im Alter spielen, beweist in den letzten Jahren die Gehirnforschung.

Lerninhalte werden nach Prüfung auf Relevanz und Sinnhaftigkeit vom Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis überführt. Das Kurzzeitgedächtnis ist somit entscheidend für Lernerfolg und Leistung. Dieses als Hippocampus bekannte Areal ist das Erste, das von Demenzerkrankungen betroffen ist. Neuere Erinnerungen verschwinden daher sehr viel schneller als in frühen Lebensjahren entstandene. Der Hippocampus hat darüber hinaus einige bemerkenswerte Fähigkeiten, darunter die für das Gehirn an dieser Stelle fast einzigartige Möglichkeit zur Neurogenese. Er kann bis zum Lebensende neue Stammzellen bilden, die nach Bedarf eingesetzt werden können. Allerdings reagiert der Hippocampus auch sensibel auf Stress: unter Stress ist die Neurogenese stark eingeschränkt. Gehirngesundheit durch Bewegung weiterlesen

Träume und Visionen in die Realität umsetzen

HuethertraeumeWenn ein Amateurteam mit wenigen Monaten Vorbereitungszeit als Sieger aus dem härtesten Radrennen der Welt als Sieger hervorgeht, dann ist das bereits bemerkenswert. Noch bemerkenswerter wird es, wenn Prof. Gerald Hüther als einer der renommiertesten Gehirnforscher dieses Team gecoacht hat.

Und so geht es in diesem Buch zunächst zwar auf vielen Seiten um den Aufbau und das Training dieses Radrennteams und die mentalen und körperlichen Vorbereitungen auf das Rennen. Dazwischen kommentieren zwei Teammitglieder und Prof. Hüther die Entwicklung vom Traum eines Einzelnen bis hin zur ansteckenden Begeisterung einer ganzen Gruppe und das Zusammenwachsen unterschiedlichster Menschen zu einem Dreamteam. Träume und Visionen in die Realität umsetzen weiterlesen

Basis der Gehirngesundheit ist die Ernährung

WasdasGehirnessenWer sich mit Ernährung beschäftigt, denkt meist über Wege nach schlank zu werden, vielleicht auch darüber, sich einen gesunden Körper zu erhalten. Unzählige Diäten werden zum Trend und verschwinden wieder. Bei älter werdenden Menschen steht als Thema zunehmend die Gehirngesundheit im Vordergrund, mit dem Ziel, möglichst lange unabhängig zu leben und von den modernen Zivilisationskrankheiten wie Alzheimer und Demenz verschont zu bleiben.

Die Ernährungswissenschaftlerin Aileen Burford-Mason legt hier ein höchst bemerkenswertes Buch darüber vor, was unser Gehirn im Laufe seines Lebens wirklich benötigt.  Basis der Gehirngesundheit ist die Ernährung weiterlesen

Gehirnbesitzer oder Gehirnbenutzer?

HuetherBedienungsanleitungDie Entwicklung des menschlichen Gehirns erfolgt nur zum Teil auf der genetischen Basis, den entscheidenden Anteil aber haben Lebensstil und Erfahrungen in einem Gehirn, das sich selbst auf Grund dieser Erfahrungen strukturiert. Es verändert sich in durch seine Nutzung, man spricht von der sog. Neuroplastizität. Gehirnbesitzer oder Gehirnbenutzer? weiterlesen

Das nutzungsabhängige Gehirn

EaglemanWährend andere Säugetiere nach ihrer Geburt sehr schnell alleine lebensfähig sind, sind Menschenkinder die ersten Jahre völlig hilflos und von anderen Menschen abhängig. Das Gehirn benötigt mehr als 20 Jahre bis zu seiner endgültigen Reife und ist auch dann nicht endgültig fertig, weil es sich durch seinen täglichen Gebrauch verändert. Das Gehirn kann sich somit optimal an sein Lebensumfeld anpassen, was einen bedeutenden evolutionären Vorteil darstellt. Das nutzungsabhängige Gehirn weiterlesen

Vom Selbstbewusstsein zum Selbst-Bewusstsein

3358149200001ZFür ein hohes Selbstwertgefühl wollen wir den eigenen Ansprüchen genügen und auf jeden Fall besser sein als Andere. Das führt einerseits zu einer Abwertung Anderer und andererseits zur Selbstverurteilung, weil wir in irgendetwas ungenügend und unperfekt sind. Wenn wir aufhören, uns ständig selbst zu bewerten, können wir uns das Mitgefühl entgegenbringen, das wir guten Freunden im Umgang mit deren Fehlern und Schwächen zeigen.

Kristin Neff, Professorin für Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung, ist anerkannt für ihre wissenschaftlichen Forschungen auf dem Gebiet des Selbstmitgefühls.
Im Unterschied zum Selbstwertgefühl benötigen wir für das Selbstmitgefühl nicht die Bewertung oder Abwertung von Anderen und uns selbst. Wir versuchen nicht, Anderen den Fehler zuzuweisen, sondern übernehmen die Verantwortung dafür, behandeln unsere Schwächen und Fehler aber voller Mitgefühl. Vom Selbstbewusstsein zum Selbst-Bewusstsein weiterlesen