Der Darm als Schaltstelle für Gehirn und Immunsystem

80% der Informationen gehen vom Darm zum Hirn, nur 20% nehmen den umgekehrten Weg. Damit liegen im Gehirn permanent Informationen über das Befinden des Darms und vorhandene Beschwerden vor. Der Inhalt des Darms durch das, was der Mensch auch im übertragenen Sinne zu sich nimmt, und die sich daraus ergebende mikrobakterielle Zusammensetzung wandern als Information über den Vagusnerv ins Gehirn. Wichtige Teile des Immunsystems liegen im Darm, sodass bei Störungen im Darm sofort auch das Immunsystem beeinträchtigt ist, sei es durch Autoimmunreaktionen oder eine zu schwache Abwehr. Der Darm als Schaltstelle für Gehirn und Immunsystem weiterlesen

Psychische Gesundheit und körperliche Voraussetzungen

Bei psychischen Erkrankungen wird meist schnell eine psychische Ursache gefunden. Das Gehirn als Organ wird dabei nicht untersucht, sondern die Psyche. Der Neuropsychiater und Autor des 1998 erstmals veröffentlichten Weltbestsellers „Das glückliche Gehirn“ findet in der Behandlung seiner unter psychischen Erkrankungen leidenden Patienten jedoch meist körperliche Ursachen, die das Gehirn krank machen und als psychische Störung auftreten. Er betrachtet das Gehirn als ein Organ, das wie jedes Andere durch zahlreiche, häufig durch den Lebensstil bedingte, Faktoren erkranken kann.

Ihre Ursachen haben Angststörungen, Depressionen und ADHS nach den Erfahrungen von Dr. Daniel Amen in Kopfverletzungen und Schädel-Hirn-Traumata in früher Kindheit, Umweltgiftstoffen, stillen Entzündungen in Körper und Gehirn, schlechter Durchblutung, mangelhafter Versorgung mit Mikronährstoffen, Infektionen, Übergewicht, aber auch durch starke Belastung mit Elektrosmog. Hormonstörungen, Diabetes und Übergewicht gefährden die Gesundheit des Gehirns ebenso wie schlechter Schlaf, der dann nachts das Gehirn nur ungenügend reinigen kann. Psychische Gesundheit und körperliche Voraussetzungen weiterlesen

Gehirngesundheit beginnt im Darm

Wer sich mit dem Thema Ernährung beschäftigt, denkt dabei selten an sein Gehirn, eher an einen gesunden und schlanken Körper. Wie wichtig das Thema gehirngesunde Ernährung ist, scheint bisher wenig bekannt. Es gibt Erkenntnisse darüber, dass sich Krankheitssymptome zuerst im Gehirn entwickeln, die sich erst später auf der körperlichen Ebene zeigen. Das Gehirn hat zudem zahlreiche Möglichkeiten, Ausfälle so zu kompensieren, dass sie nicht sofort spürbar werden.

Sowohl im Gehirn als auch im Körper wirken Mikronährstoffe als sog. epigenetische Transkriptionsfaktoren, sie schalten bei guter Versorgung gesundheitsfördernde Gene an und krankheitsfördernde ab. Hier wirken alle Lebensstilfaktoren zusammen, die Ernährung spielt aber die wichtigste Rolle. Gehirngesundheit beginnt im Darm weiterlesen

Genvarianten: Gesundheitspotenziale nutzen

Welcher Faktor macht den Unterschied aus, dass ein Mensch krank wird und sein Zwilling nicht? Vor fast 15 Jahren wurden die beiden Agouti-Mäuse von Wissenschaftlern vorgestellt: beide hatten das gleiche genetische Potenzial für Übergewicht und schwere Erkrankungen. Während bei einer der beiden die potenziell angelegten Krankheiten zum Ausbruch kamen, blieb die Andere rank und schlank und vor allem gesund. Was den Unterschied ausmachte, war die Ernährung, die Einfluss hatte auf Methylierungsprozesse im Körper, einen Schlüsselfaktor, der im Säugetier an vielen Stellen eine entscheidende Bedeutung hat.

Erkannt wurde seitdem, dass nicht nur die Gene, sondern der Lebensstil insgesamt, im Fall der Mäuse Ernährung und Bewegung, aber beim Menschen auch Denken und Fühlen, die Genexpression beeinflussen, also Krankheiten „an- oder abschalten“. Genvarianten: Gesundheitspotenziale nutzen weiterlesen

Histamin – ein Problem des Immunsystems

Histamin ist Allergikern vertraut: es ist die Antwort der Mastzellen, die z.B. auf Pollen mit der vermehrten Ausschüttung von Histamin reagieren. In den letzten Jahren tritt vermehrt die sog. Histamin-Intoleranz auf, bei der Menschen auf das in fast allen Nahrungsmitteln enthaltene Histamin mit Darmproblemen, Herzrasen, Migräne u.a. reagieren. Begrifflich ist die Intoleranz irreführend, denn Histamin ist ein lebensnotwendiger Stoff, der aus der Aminosäure Histidin gebildet wird. Bei der “Histamin-Intoleranz” kann der Körper das beim Verzehr gereifter Produkte wie Käse, Rotwein und fermentierter Lebensmittel ausgeschüttete Histamin nicht schnell genug wieder abbauen. Für die Schulmedizin ist der Fall klar: der enzymatische Prozess der DAO (Diaminooxidase) ist gestört, diese Substanz muss daher eingenommen und histaminhaltige Lebensmittel dauerhaft vermieden werden. Histamin – ein Problem des Immunsystems weiterlesen

Altern des weiblichen Gehirns- eine Frage der Hormone

Wozu brauchen Sie ein Buch über das weibliche Gehirn? Aus der Gehirnforschung sind nur wenige geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Gehirn bekannt. Der Temporallappen (Schläfenlappen) beispielsweise ist bei Männern massiger als bei Frauen, hier sitzt die Selbstwahrnehmung, auch Ego genannt. Bei Frauen ist der Frontalcortex massiger und unterstützt die Kontrolle der emotionalen Reaktionen. Die Unterschiede in der Gehirnstruktur sind also eher marginal und haben nur Auswirkungen auf die Ausprägung des Verhaltens. Was allerdings in der männlich dominierten Welt der Gehirnforschung weitgehend ignoriert wird, ist die Rolle, die die Hormone im Neurotransmitter-Stoffwechsel spielen. Altern des weiblichen Gehirns- eine Frage der Hormone weiterlesen

Corona-News: Wahrheit oder Fake?

Nach der ersten panischen Reaktion aufgrund ihrer Vorerkrankung und ihrem Alter, beginnt die Wissenschaftsjournalistin Miryam Muhm zu recherchieren. Sie nimmt nicht für sich in Anspruch, die Wahrheit zu kennen. Sie konzentriert sich auf wissenschaftliche Studien und gibt dazu genaue Quellenhinweise.

Verschwörungstheorien stellt sie übrigens nicht auf, diese wären angesichts der gesundheitlichen und gesellschaftlichen Schäden auch wenig weiterführend. Miryam Muhm konzentriert sich auf Fragen. Corona-News: Wahrheit oder Fake? weiterlesen

Der Mensch ist mehr als eine aus Organen bestehende Maschine

Wenn ein Theologe und über 10 Jahre Sekretär des Erzbischofs von Wien in die Medizin wechselt, ist allein das schon bemerkenswert. Prof. Dr. Dr. Johannes Huber spezialisierte sich auf Frauenheilkunde und scheute sich nicht, auch schwierige Themen anzufassen. So wurde er als der „Hormonpapst“ überregional bekannt, der vielen Frauen in und nach den Wechseljahren mit dem wegen einer fehlerhaften Studie jahrzehntelang verschmähten Östrogen neue Lebensqualität schenkte. Der Mensch ist mehr als eine aus Organen bestehende Maschine weiterlesen

Das entzündete Gehirn

Kognitive Aussetzer bringt man meist mit Alterserscheinungen in Verbindung, doch sind auch viele junge Menschen betroffen. Die an Morbus Crohn erkrankte Freundin der Autorin kämpft mit kognitiven Problemen, sie vergisst eines Tages, ihren Zweijährigen wieder mitzunehmen, nachdem sie den Älteren in den Kindergarten brachte. Selbst tief beunruhigt über ihren eigenen zunehmenden Verlust ihres Namensgedächtnisses und dem Versagen bei einfachsten Rechenaufgaben, beginnt die Wissenschaftsjournalistin Donna Jackson Nakazawa mit der Recherche nach einem von ihr vermuteten Zusammenhang zwischen einer körperlichen Erkrankung und kognitiven und emotionalen Beeinträchtigungen. Die von ihr im vorliegenden Buch kommunizierten revolutionären neurowissenschaftlichen Erkenntnisse waren bisher nur einem Fachpublikum zugänglich. Das entzündete Gehirn weiterlesen

Lässt sich das Altern aufhalten?

Alterung und der damit einhergehende Funktionsverlust von Zellen, Organen und Gewebe ist ein schleichender Prozess, der schließlich in mit dem Alter verbundenen chronischen Erkrankungen mündet. Besonders von Krankheiten betroffen sind die Organe und Gewebe, die sich nicht (die meisten Nervenzellen) oder weniger häufig teilen (Herz, Lunge). Der Ansatz der Anti-Aging-Medizin richtet sich darauf, möglichst früh die Degeneration aufzuhalten. Lässt sich das Altern aufhalten? weiterlesen